Matilda Bären
Matilda Bären
 
Anita Speer Anita Speer

Ein Leben ohne Bär ist wie ein Buch ohne Seiten.     Verfasser unbekannt

 

Mein Beruf im Gesundheitswesen verlangt nach einem Ausgleich.

Ich bin gerne kreativ, probiere gerne neue Kreativmaterialien - und techniken aus. Meine große Leidenschaft war die Seidenmalerei. Ich liebte es Tücher in der Aquarelltechnik mit französische Seidenmalfarben zubemalen. Die Farbbrillanz dieser Farben war selbst in höchster Verdünnung traumhaft. iEinziger Knackpunkt war die Dampffixierung. Als ich mich endlich entschloßen hatte ein eigenes Fixiergerät anzuschaffen verschwanden diese tollen Farben fast vollständig vom Markt. Sie wurden von den neuen Bügelfarben verdrängt. Allerdings konnten mich mit diesen Farben überhaupt nicht.überzeugen. Wir wurden leider keine Freunde. Was nun?

 

Zu Glück haben mich wenig später die Teddybären gefunden!

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich in der Stadt geboren wurde in der die Wiege der bekannten "Steiff Teddybären" steht, in Giengen a. d. Brenz. 

 

Sie  fanden mich vor 15 Jahren, in einer Zeit in der es mir mental nichtso gut ging. Mein Beruf im Gesundheitswesen forderte Tribut.

Ein Rundgang durch einen Kunst- und Handwerkermarkt im Advent führte mich direkt zu Ihnen. Ich kann bis heute nicht sagen warum ich ausgerechnet bei den Teddys wie angewurzelt stehen blieb und lange (sehr lange) verweilte.

Mein Blick verfing sich an einem liebevoll dekorierten Tisch. Darauf hockten ganz viele Teddys  in Grüppchen aneinander gekuschelt beisammen. Vorne, in Augenhöhe mit mir  bzw. dem Betrachter hatten es sich einige besonders vorwitzige Fellnasen gemütlich gemacht. Mit ihren glänzenden, tiefschwarzen Knopfaugen hielten sie meinen Blick gefangen. ich hatte fast den Eindruck sie könnten ganz tief in mein Herz hinsehen und "spüren" dass ich sie brauchte.

 Die Teddys eroberten mein Herz im Sturm! Es war Liebe auf den ersten Blick.

Ich unterhieltnmich lange mit der Künsterlin. Sie erzählte über ihr Hobby im Allgemeinen und über ihre Teddybären im Speziellen. Nebenbei erfuhr ich auch  etwas über die Machart. Ihre Teddys waren mit der Hand genäht! Ich war tief beeindruckt, kannte ich doch bis dahin Niemanden der einen Teddy selbst genäht hatte.

 

Scönes kaufen kann Jeder - Schönes selber machen dass war und ist genau mein Ding! Ich bin nicht gerade ungeschickt mit meinen Händen aber ob ich so einen niedlichen Teddy hinkriegen konnte?  Egal, ich wollte es  wisse. Wie verwandelt man ein Stück Mohairstoff in einen Teddy?. Wer wagt gewinnt! Schnell meldete ich mich für den nächsten Bären-Nähkurs an!

 

An einem kalten Novemberabend begann mein "Abenteuer Teddybär".

Treffpunkt war die kleine Kreativwerkstatt "Mausebär". Eine umfunktionierte Garage voller Regale und Materialkisten - mehr nicht. Mittendrin stand eine Bierzeltgarnitur auf der sich großen Haufen Stopfwatte, einer große Auswahl  unterschiedlichster Mohairfelle türmten sowie alle anderen notwendigen Utensilien griffbereit parat lagen.. Für etwas Behaglichkeit sorgte ein Heizlüfter, heißer Früchtetee und selbstgebackene Kekse. In fünf Kursabenden und stundenlanger Heimarbeit entstand mein erster Teddybär "MORITZ". Vom Schnittmuster her ist er ein klassischer Typ und stramme 35 cm groß.

Kurz vor Weihnachten war Moritz fertig. Jetzt fehlte nur noch sein festliches Outfit.

An die Nähmaschine fertig - los

Festlich gekleidet, mit einer goldfglänzenden Fliege geschmückt, wartete er auf seinen großen Auftritt am 24. Dezember als Überraschung für meinen Mann.

 

Moritz blieb nicht nicht lange alleine. Nach und nach zogen neue Teddys bei uns ein. Zunächts nach Schnittmustern aus den einschlägigen Fachzeitschriften genäht. Irgendwann wollte ich nicht nur "nachzunähen" - ich wollte meinen  e i g e n e n Teddy entwerfen. Nur wie ?

Im Internet entdeckte ich, neben der damals sehr aktiven Teddy-Szene, auch die Homepage der Bärenkünstlerin Verena Greene-Christ aus Rennerod/Westerwald.

Bei ihr zu Hause fand ein Workshop zum Thema:  Wunschteddy - Schnittentwurf und Design statt.

Mitzubringen waren:  Zeichenblock, Stifte, Radiergummi etc. und das entsprechende Material für einen Teddy.  Nachdem ich meine Vorstellungen von meinem Wunschteddy zu Papier gebracht hatte wurde daraus nach und nach das eigentliche Schnittmuster entwickelt. Dann kam das Highlight für alle Teilnehmerinnen denn es hieß:  An die Schere fertig los - der erstellte Schnitt wird in die Praxis umgesetzt.

Am Ende des Workshops hatte ich nicht nur meinen ersten eigenen Bärenschnitt sondern auch einen fast fertigen Teddy. Noch in Rennerod bekam er den Namen Lukas. Bei der Abreise fehlte ihm nur noch ein Ohr.

Zu Hause ankommen wurde das zweite Ohr selbstverständlich sofort angenäht. 

 

Wer näht weiß: Es bleiben immer Reste, so auch beim Teddynähen. Um diese Fellreste sinnvoll zu verwerten versuchte ich mich irgendwann auch an den kleinen Teddybären. Das Ergebnis war größtenteils unbefriedigend und landete manchmal sogar im Müll. Mein Frust war groß und ich es gab auf. Minibärchen sollten wohl nicht sein. Einige Jahre später wurde ich dann eines Besseren belehrt. 

Viele Jahre nähte ich Bärchen nur für mich. An Verkauf war noch nicht zu denken. Ich verschenkte höchstens mal eie Fellnase zu besonderen Anlässen. Die Bärenfamilie wuchs und wuchs. Doch halt- neben all den vielen, geliebten Bärchen leben ja auch noch mein Mann und ich in dieser Wohnung. Platzmangel führte uns letzendlich an den Punkt eine Vermittlungsstelle für Adoptionen einzurichten und mit meinen Werken an die Öffentlichkeit zu gehen. Unter welchem Namen wollten wir firmieren, wie sollte die Bärenbande heißen? Wir suchten sehr lange nach einem passende Namen.

 

Mit der Geburt unserer Enkeltochter hatten wir "ihn" gefunden. Matilda  kam im Sommer 2009 zur Welt.

Seit 2009 präsentiere ich meine handgenähten Unikate unter dem Label "Matilda Bären" in der Öffentlichkeit.

 

Im Jahr 2013 berichtete die Zeitschrift "BärReport" über die Gründung des ersten Online-Minibären- College von Frau B. Hausdorf. Meine Neugier war wieder einmal geweckt. Auf der Messe "Teddybär Welt" in Wiesbaden suchte ich den Kontakt zu dieser Künstlerin. Bereitwillig beantwortete sie meine Fragen und zerstreute meine Zweifel. Ich schob meine Bedenken beiseite und meldete mich beherzt zum Britt Bears College für Anfänger an. Damals hatte ich nicht die leiseste Ahnung  worauf ich mich da eingelassen hatte. Keine Vorstellung von dem was auf mich zukommen sollte.

Heiwei, die kommenden Wochen waren sehr turbulent und aufregend, Es gab jede Menge Lektüre abzuarbeiten, jede Menge kniffelige "Näh-Hausaufgaben". Wie ein bäriger Wirbelsturm fegten die neuen Aufgaben und Herausforderungen durch mein "Nähzimmer". Ich lernte das Bärenmachen noch einmal ganz neu - im Miniformat.

Am Ende war Alles, was mein Hobby bis dahin ausmachte, ganz schön anderst - nämlich klein. Die Minibärchen sind eingezogen und bis heute geblieben! Ab und an hüpft auch mal  ein "Großer" von der Nadel)

Dieses College zu belegen war mit Abstand das Beste was ich für mein Hobby

u n d auch für mich persönlich tun konnte.  

Ein Höhepunkt meiner Collegezeit war die Messe "Teddybär Welt" 2014 in Wiesbaden.

Drei Collegegirls und ich nahmen an dem Projekt "Fachmesse - Dein Debüt/ Dein Auftritt als Aussteller " teil. Wir hatten ein halbes Jahr Zeit uns vorzubereiten.  Frau Hausdorf unterstützte uns mit ihrem Know how  und gab uns viele wertvolle  Praxistipps. Wir repräsentierten das College und gleichzeitig konnten wir unsere bärigen Kreationen  einem fachkundigen Publikum präsentieren.

So hieß es im März 2014 dann: Matilda Bären goes Wiesbaden 

Unsere Erwartungen die wir an dieses Event geknüpft hatten wurden leider nicht erfüllt.

 

Inzwischen ist das College beendet. Ich danke Frau Hausdorf ganz herzlich für das rundum gelungene College, ihre großartige Unterstützung und eine fruchtbare und kreative Zusammenarbeit.

Es war mir eine Ehre eine der ersten Collegeschülerinnen gewesen zu sein.

 

Für meine College-Abschlußarbeit: Bärchen "Balu" 10 cm erhielt ich ein sehr gutes, ermutigendes Feedback.

Seitdem hüpfen fast ausschließlich kleine Matilda Bären zwischen 10 und 17 cm von meiner Nadel.

Mit der tatkräftigen Unterstützung meines Mannes sind wir im Herbst und in der Vorweihnachtszeit in unserer Region unterwegs. Matilda-Bären präsentieren sich auf Künstlermärkten, Messen und Ausstellungen 

Seit 2015 sind wir auch auf dem " besonderen Weihnachstmarkt" bei Engelhorn, Kapuzinerplanken in Mannheim anzutreffen.

 

Wettbewerbe :

2014  Meine Bärenkreationen 'Tim' und 'Prinzessin Matilda I'  starteten beim  "Meisterteddy" in Neustadt/Cob. 

2015 "Mendelson" startete beim Wettbebwerb "Golden George" in  Münster.

2015  "Cindy" aus meiner neuen Kollektion "KIDS" startete beim Online-Wettbewerb

"Gläsernen Teddy"  

Pressearbeit:

In der beliebten Fachzeitschrift Teddy & Co, Ausgabe 05/2014 wurde ein Artikel über meine 'Charakterbären mit Kuschelfaktor' veröffentlich. Herzlichen Dank an Chefredakteur Herrn Weber.

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"Großes Herz, kleine Bären. Die kuschelig smarten Charakterteddys..." so beginnt ein Artikel über Uns im "BärReport" dem Teddymagazin, Heft 1/2015.

Herzlichen Dank an die Redaktion und Frau Sander.

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 "Bärenmacherin des Monats" März 2015 im Onlinemagazin KuschelTier News.

 

 

 

 

Der erster "Selbstgenähte"

 

Moritz  34cm

 

 

 

 

 

entstanden:  2002

Der erste echte Matilda-Bär

 

 

Von der Idee bis zur Realisation

alles MEINS!

 

 

enstanden 2003

College-Abschlußarbeit 2013

 

Balu 10cm

 

Besondere Kennzeichen:

Absolut unverkäuflich

Wackelkopfgelenk, Schnauze und Bauch wurden eingesetzt

Bauchnabel

 psst..... wir halten WINTERSCHLAF.

Die Werkstatt ist vom 23.12.2017 bis einschl. 06.01.2018 geschlossen!