Matilda Bären
Matilda Bären
 
Anita Speer Anita Speer

Ein Leben ohne (Teddy-)Bär ist wie ein Buch ohne Seiten.     Verfasser unbekannt

 

Vor 15 JAHREN haben mich die Teddybären gefunden!

 

Damals besuchte ich einen

einen Kunst- und Handwerkermarkt im Advent.  Mein Rundgang führte mich direkt zu Ihnen. Ich kann bis heute nicht sagen warum ich ausgerechnet bei den Teddys wie angewurzelt stehen blieb und lange (sehr lange) verweilte. Mein Blick verfing sich an einem liebevoll dekorierten Tisch. Darauf hockten ganz viele Teddys, in Grüppchen aneinander gekuschelt. Vorne, direkt in Augenhöhe hatten es sich einige besonders vorwitzige Fellnasen gemütlich gemacht. Mit ihren glänzenden, tiefschwarzen Knopfaugen hielten sie meinen Blick gefangen. Ich hatte fast den Eindruck als könnten sie ganz tief in mein Herz hinsehen und "fühlen" dass ich sie gerade jetzt wirklich brauchte.

Es war Liebe auf den ersten Blick und die Teddys eroberten mein Herz im Sturm!

Ich unterhielt mich lange mit der Künsterin. Sie erzählte über ihr Hobby im Allgemeinen und über ihre Teddybären im Speziellen. Nebenbei erfuhr ich auch etwas über den Herstellungsprozess. Ihre Teddys waren mit der Hand genäht! Ich war tief beeindruckt,

"Selber machen" dass war und ist genau mein Ding! Ich bin nicht ungeschickt mit meinen Händen aber ob mir so einen niedlicher Teddy gelingen würde?  Egal, ich wollte es  wissen. Wer wagt gewinnt! Schnell trug ich mich in die Teilnehmerliste für den kommenden Bären-Nähkurs ein!

An einem kalten Novemberabend begann das "Abenteuer Teddybär".

Treffpunkt war die kleine Kreativwerkstatt "Mausebär". Eine umfunktionierte Garage voller Regale und Materialkisten - mehr nicht. Mittendrin stand eine Bierzeltgarnitur, darauf türmten sich großen Haufen Stopfwatte. Eine Auswahl unterschiedlichster Mohairfelle sowie alle notwendigen Utensilien lagen griffbereit daneben. Ein Heizlüfter, heißer Früchtetee und selbstgebackene Kekse sorgten für eine behagliche Atmosphäre. In fünf Kursabenden undviel, viel Heimarbeit entstand mein erster Teddybär "MORITZ". Vom Schnittmuster her ist er ein klassischer Typ,  stramme 35 cm groß. Kurz vor Weihnachten war Moritz fertig. Jetzt fehlte nur noch sein festliches Outfit.

An die Nähmaschine fertig - los

Festlich gekleidet wartete er am 24. Dezember auf seinen großen Auftritt, als Geschenk für meinen Mann.

An diesem Weihnachtsfest haben mein Mann und ich uns gegenseitig mit einem Teddy beschenkt  Ich bekam"Uschi"  eine Lu-La-Bärendame und er den Moritz. 

 

Moritz und Uschi blieben nicht lange alleine. Nach und nach zogen immer neue Teddys bei uns ein. Genäht nach Schnittmustern aus den einschlägigen Fachzeitschriften. Irgendwann wollte ich nicht nur "nach nähen" -

ich wollte meinen  e i g e n e n Teddy entwerfen.

Im Internet entdeckte ich, neben der damals sehr aktiven Teddy-Szene, auch die Homepage der Bärenkünstlerin Verena Greene-Christ aus Rennerod/Westerwald.

Bei ihr zu Hause fand ein Workshop zum Thema:  Wunschteddy - Schnittentwurf und Design statt. Mitzubringen waren:  Zeichenblock, Stifte, Radiergummi etc. und das entsprechende Material für einen Teddy.  Nachdem ich meine Vorstellungen von meinem Wunschteddy zu Papier gebracht hatte wurde daraus nach und nach das eigentliche Schnittmuster entwickelt. 

Dann das Highlight für alle Teilnehmerinnen " An die Schere fertig los, jetzt gilts.

Nach der Therorie folgte die Praxis - ich nähte zum ersten Mal einen Teddy nach meinem Schnitt. 

Am Ende des Workshops hatte ich nicht nur meinen ersten eigenen Bärenschnitt sondern auch einen fast fertigen Teddy. Noch in Rennerod bekam er den Namen Lukas. Bei der Abreise fehlte ihm nur noch ein Ohr.

Zu Hause ankommen wurde das zweite Ohr selbstverständlich sofort angenäht. 

 

Wer näht weiß: Es bleiben immer Reste, so auch beim Teddynähen. Um diese Fellreste sinnvoll zu verwerten versuchte ich mich irgendwann auch an den kleinen Teddybären. Das Ergebnis war größtenteils unbefriedigend und landete manchmal sogar im Müll. Mein Frust war groß und ich es gab auf. Minibärchen sollten wohl nicht sein. Einige Jahre später wurde ich dann eines Besseren belehrt. 

Lange Zeit nähte ich die Bärchen nur für mich. An Verkauf war noch nicht zu denken. Ich verschenkte höchstens mal eine Fellnase zu besonderen Anlässen innerhalb der Familie oder ganz besonders lieben Freunden.

Die Bärenfamilie wuchs und wuchs. Doch halt - neben all den vielen, geliebten Bärchen leben ja auch noch mein Mann und ich in der "Bärenhöhle" . Platzmangel führte letzendlich dazu dass wir eine Vermittlungsstelle für Adoptionen einrichteten. Ich nahm mir vor mit meinen Werken an die Öffentlichkeit zu gehen. Meine Bärenbande brauchte einen eigenen Namen. Wir suchten sehr lange d e n Namen. Mit der Geburt unserer Enkeltochter hatten wir "ihn" gefunden. Matilda  kam im Sommer 2009 zur Welt.

Seit 2009 präsentiere ich meine handgenähten Unikate unter dem Label "Matilda Bären" in der Öffentlichkeit.

 

Im Jahr 2013 berichtete die Zeitschrift "BärReport" über die Gründung des ersten Online-Minibären- College von Frau B. Hausdorf. Meine Neugier war wieder einmal geweckt. Auf der Messe "Teddybär Welt" in Wiesbaden suchte ich den Kontakt zu dieser Künstlerin. Bereitwillig beantwortete sie meine Fragen und zerstreute meine Zweifel. Ich schobletzte Bedenken beiseite und meldete mich beherzt zum

Britt Bears College für Anfänger an. Damals hatte ich nicht die leiseste Ahnung worauf ich mich damit eingelassen hatte. Keine Vorstellung von dem was auf mich zukommen sollte. Heiwei, die kommenden Wochen waren sehr turbulent und aufregend, Es gab spannende Lektüre zum lesen und  jede Menge kniffelige Nähprojekte. Wie ein bäriger Wirbelsturm fegten die neuen Aufgaben und Herausforderungen durch mein "Nähzimmer". Ich lernte das Bärenmachen noch einmal ganz neu - diesmal im Miniformat.

Am Ende war Alles, was mein Hobby bis dahin ausmachte, ganz schön anderst - nämlich klein. Die Minibärchen sind eingezogen und bis heute geblieben! Ab und an hüpft auch mal  ein "Großer" von der Nadel.

Dieses College zu belegen war mit Abstand das Beste was ich für mein Hobby

u n d auch für mich persönlich tun konnte.  

Ein Höhepunkt meiner Collegezeit war die Messe "Teddybär Welt" 2014 in Wiesbaden.

Drei Collegegirls und ich nahmen an dem Projekt "Fachmesse - Dein Debüt/ Dein Auftritt als Aussteller " teil. Wir hatten ein halbes Jahr Zeit uns vorzubereiten.  Frau Hausdorf unterstützte uns mit ihrem Know how  und gab uns viele wertvolle  Praxistipps. Wir repräsentierten das College und gleichzeitig konnten wir unsere bärigen Kreationen  einem fachkundigen Publikum präsentieren.

So hieß es im März 2014 dann: Matilda Bären goes Wiesbaden 

 

Inzwischen ist das College beendet. Ich danke Frau Hausdorf ganz herzlich für das rundum gelungene College, ihre großartige Unterstützung und eine fruchtbare und kreative Zusammenarbeit.

Es war mir eine Ehre eine der ersten Collegeschülerinnen gewesen zu sein.

 

Für meine College-Abschlußarbeit: Bärchen "Balu" 10 cm erhielt ich ein sehr ermutigendes Feedback.

Seitdem hüpfen fast ausschließlich kleine Matilda Bären zwischen 10 und 17 cm von meiner Nadel.

Dank der tatkräftigen Unterstützung meines Mannes sind wir mit den Bärchen,  im Herbst und in der Vorweihnachtszeit häufig unterwegs. Man findet uns auf regionalen Künstlermärkten und Ausstellungen .

 Pressearbeit:

In der beliebten Fachzeitschrift Teddy & Co, Ausgabe 05/2014 wurde ein Artikel über meine 'Charakterbären mit Kuschelfaktor' veröffentlich. Herzlichen Dank an Chefredakteur Herrn Weber.

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"Großes Herz, kleine Bären. Die kuschelig smarten Charakterteddys..." so beginnt ein Artikel über Uns im "BärReport" dem Teddymagazin, Heft 1/2015.

Herzlichen Dank an die Redaktion und Frau Sander.

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 "Bärenmacherin des Monats" März 2015 im Onlinemagazin KuschelTier News.

 

 

 

 

Der erster "Selbstgenähte"

 

Moritz  34cm

 

 

 

 

 

entstanden:  2002

 

LUKAS 30cm

 

der erste echte Matilda-Bär

 

Von der Idee bis zur Realisation

alles MEINS!

 

enstanden 2003

Balu 10cm    absolut unverkäuflich

 

Besondere Kennzeichen:

Wackelkopfgelenk, Schnauze und Bauch wurden eingesetzt

Bauchnabel

lackierte Nase,

 

College-Abschlußarbeit 2013