Matilda Bären
Matilda Bären
 

Mein erster "Selbstgenähter"

 

Moritz  34cm

 

 

 

 

 

entstanden im Nov. 2001

 

LUKAS 30cm

 

ein echter Matilda-Bär

 

Von der Idee bis zur Realisation

alles MEINS!

 

entstanden 2003

Anita Speer Anita Speer

 

Ein Leben ohne Teddybär ist wie ein Buch ohne Seiten.     Verfasser unbekannt

 

 

 

Vor über 20 Jahren sind die Teddybären zu mir gekommen.

 

Der Besuch eines regionalen

Kunsthandwerkermarktes....

 

Vor einem hübsch dekorierten Stand blieb ich wie angewurzelt stehen. Mein Blick verfing sich in einer Fülle von Teddybären unterschiedlichster Größen. Einige waren in Grüppchen dekoriert, andere wärmten sich gegenseitig eng aneinandergekuschelt. Vor mir, direkt in Augenhöhe, präsentierten sich ganz besonders vorwitzige Fellnasen. Mit ihren tiefschwarzen Knopfaugen hielten sie meinen Blick gefangen. Ich hatte das Gefühl: diese Teddys haben n u r auf mich gewartet. Ein fast magischer Moment.

Im Gespräch mit der Künsterin, über ihr Hobby im Allgemeinen und die Teddybären im Speziellen, erfuhr ich interessante Einzelheiten über deren Herstellungsprozess. Besonders beeindruckt war ich von der Tatsache dass alle Teddys von Hand genäht waren. Es faszinierte mich wie die Künstlerin ein Stück Mohairfell in einen Teddy verwandeln konnte. In meinen Fingern kribbelte es verdächtig. "Selber machen" und etwas ganz Neues auszuprobieren - klang ziemlich verlockend. Spontan setzte ich meinen Namen auf die Teilnehmerliste für den nächsten Teddy-Nähkurs.

 

An einem kalten Novemberabend trafen wir uns in einer umfunktionierten Garage. Vollgestellt mit Regalen und Materialkisten - mehr nicht. In der Mitte  stand eine Bierzeltgarnitur auf der sich große weiße Haufen Stopfwatte türmenten.  Schnittmuster, Nähutensilien und stapelweise Mohairfelle lagen griffbereit daneben. Ein Heizlüfter, heißer Früchtetee und frischgebackene Plätzchen sorgten für etwas Behaglichkeit.

An fünf Kursabenden und in ungezählten Stunden Heimarbeit entstand Stich für Stich mein erster Teddybär.

Er ist ein klassischer Typ, stolze 35 cm groß und sollte "MORITZ" heißen.

Wenige Tage vor Weihnachten waren Moritz und sein festliches Outfit fertig. Hübsch verpackt wartete er am 24. Dezember unter dem Christbaum auf meinen Mann.

Das Weihnachtsfest 2001 war etwas ganz besonders. Wir, mein Mann und ich beschenkten uns gegenseitig mit einem Teddy. 

Ich bekam Lu-LA-Bärenmädchen "Uschi" von Karin Schneider und er meinen selbstgenähten "Moritz".

Inzwischen total vom sogenannten "Bärenvirus" infiziert, nähte ich mit Begeisterung immer neue Teddybären. Die einschlägigen Fachzeitschriften boten damals eine riesige Auswahl an interessanten Schnittmustern.

Der nächste Schritt - ein e i g e n e s Schnittmuster 

Das nötige Know how holte ich mir auf einem zweitägigen Workshop, bei der ehemaligen Bärenkünstlerin Verena Greene-Christ. Am Ende des Workshops hatte ich meinen eigenen Bärenschnitt und den einohrigen Teddy namens "Lukas".  Aus Zeitnot bekam er erst zuhause sein zweites Ohr.

Zunächst nähte ich die Bären nur für mich. Manchmal verschenkte ich einen zu besonderen Anlässen. Es hat ein paar Jahre gedauert bis ich/wir bereit waren meine Teddys loszulassen und zu verkaufen.

Seit 2009 präsentiere ich meine handgenähten Unikate unter dem

Label "Matilda-Bären".  Meine Enkelin heißt so.

 

Im Jahr 2013 berichtete die Zeitschrift "BärReport" über das neueste Projekt der Bärenkünstlerin  B. Hausdorf. Ein Online -College "Vom Anfänger zum Minibärenkünstler"  in 5 Monaten.  Und wieder war meine Neugier geweckt. Allerdings war ich sehr skeptisch ob meine Nähkünste tatsächlichausreichten um so kleine Bärchen (8 und 12 cm) zu fabrizieren? Einen Messebesuch der "Teddybär Welt" in Wiesbaden nutzte ich um die Künstlerin kennen zu lernen. Allen Zweifeln zum Trotz meldete ich mich zum ersten "BrittBears College" an. Damals hatte ich nicht die leiseste Ahnung worauf ich mich einließ. Hatte überhaupt gar keine Vorstellung von dem was da auf mich zukommen sollte. Es folgten turbulente Wochen. Ein frischer Wind, nein ein bäriger Wirbelsturm fegte mit jeder neuen Lektion durch mein bescheidenes Atelier.

Ich lernte das "Bären machen" noch einmal ganz neu. Am Ende des Colleges war Alles, was mein Hobby bis dahin ausmachte, ganz schön anderst - nämlich sehr klein. Die Miniaturbärchen kamen und sind bis heute geblieben.

Höhepunkt der Collegezeit war das Projekt: "Fachmesse" - Dein Debüt als AusstellerIn.Die  Vorbereitungszeit:6 Monate. Frau Hausdorf unterstützte uns mit ihrem Know how und gab viele wertvolle Praxistipps. Im März 2014 hieß es dann - Matilda-Bären goes Wiesbaden - zur Internationalen Messe "TeddybärWelt". Eine eher ernüchternde Erfahrung.;)

Für meine College-Abschlußarbeit: Minibär "Balu" 10 cm erhielt ich eine sehr gute Beurteilung. Eine ermutigende Bestätigung, welche verbunden war mit der eindringlichen Bitte dem Hobby treu zu bleiben - also "weiter zu machen" .

Dieses College war mit Abstand das Beste was ich für mein Hobby u n d auch für mich persönlich tun konnte. 

Ich danke Frau Hausdorf ganz herzlich für das rundum gelungene College,

ihre großartige Unterstützung sowie die kreative Zusammenarbeit.

 

Dank der tatkräftigen Unterstützung meines Mannes, ist es inzwischen eine lieb- gewordene Freizeitaktivität geworden auf Künstler- bzw. Weihnachtsmärkten auszustellen bzw. unsere "Matilda-Bären" zu präsentieren. 

 

Künstlerportaits über die Matilda-Bären und mich sind in div. Fachzeitschriften erschienen:

TEDDYS Kreativ   Ausgabe 4/18

Teddys für jede Lebenslage

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BärReport       erscheint nicht mehr

Großes Herz, kleine Bären

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Teddy & Co,    erscheint nicht mehr

Charakterbären mit Kuschelfaktor

 

Im Online-Magazin KuschelTier News wurde ich 3/ 2015  als "Bärenmacherin des Monats" vorgestellt.

 

 

 

Balu 10cm    Abschlussarbeit 2013

 

Besondere Kennzeichen:

Eigener Schnittentwurf,

Wackelkopfgelenk,

Schnauze und Bauch mit Pfotenvelour eingesetzt

Bauchnabel eingezogen

lackierte Nase,